Frank Debruyne erfolgreich auf Thüringen-Tournee

Nomen est Omen am Rennsteig in Thüringen. Bad Liebenstein war am zweiten Juni-Wochenende erneut Schauplatz des einzigen Laufs der Berg-Europameisterschaft auf deutschem Boden, beim 23. Int. ADAC Glasbachrennen. Genau 5,5 kurvenreiche Kilometer führen die Rennpiloten auf den Sattel des auch bei Wanderern beliebten Rennsteigs. Die über 150 motorisierten „Bergsteiger“ reisten aus 9 Nationen zur sichersten Bergrennstrecke Europas an. Wertungszähler wurden zudem zur Deutschen und Luxemburger Bergmeisterschaft vergeben. Um dies möglich zu machen legten sich 360 Helfer in der Organisation ins Zeug. Dies wussten gerade die ausländischen Gäste zu schätzen und waren am Ende fasziniert von einem perfekten Wochenende.

Für das CR-Racingteam war Frank Debruyne mit seinem AST-Dallara F303 Opel am Start. Der Badener fand im Fahrerlager im kleinen Örtchen Steinbach „unterschlupf“ bei seinem Kameraden Sascha Herz aus Heiligenstadt, der an seinem Renntransporter mit Vorzelt noch genug Platz neben seinem eigenen Dallara World Series by NISSAN hatte. Auch unterm Jahr und in der Winterpause hilft man sich gegenseitig und profitiert von einander. Diesmal musste am Freitag alles etwas schneller aufgebaut und rennfertig installiert sein, denn bei Glasbachrennen sorgt der Veranstalter, die RSG Altensteiner Oberland alljährlich am Freitagabend für eine zünftige Eröffnungszeremonie, im Rahmen derer die Rennfahrer bereits den unteren Teil der 5,5 km langen Bergrennstrecke quasi in einem Warm up befahren dürfen. Jeweils zwei Mal konnten Frank und Sascha auf die Strecke gehen. Am Trainingstag lief für Frank Debruyne erst alles nach Plan. Dem wohl in diesem Moment etwas unkonzentrierten CR-Piloten, schnappte im letzten Trainingslauf Christian Triebstein im Dallara F302 Opel F3 die zwei ausgeloben Zusatzpunkte in der Berg DM vor der Nase weg, was hoffentlich am Saisonende nicht ins Gewicht fällt.

Am Renntag, in der Wertung der Deutschen Bergmeisterschaft und den beiden DMSB Berg-Cups überzeugte Frank Debruyne als zweitbester Deutscher. Der Neurieder belegte Gesamtrang 11 in diesem internationalen Spitzenfeld. Im DMSB-Berg-Cup für Rennwagen rangiert er aktuell auf Position eins vor Sportwagen-Rivale Thomas Conrad.  In der Formel-Klasse bis 2000 ccm Hubraum musste sich Frank nur dem Tschechen Martin Vondrak im Tatuus Master Honda geschlagen geben. Wird der DMSB Berg-Cup nach der Rangliste der Division ausgewertet, werden in der Deutschen Bergmeisterschaft Punkte in den jeweiligen Hubraumklassen aller Fahrzeuggruppen zugeteilt. DM-Leader und Opel-Kadett-Treter Günter Göser war in Thüringen nicht am Start und rutschte auf Rang 15 ab. Mit einem weiteren Klassensieg übernahm der Schwabe Dirk Preißer auf einem 2-Liter Opel Kadett C 16V die Spitze als Tourenwagenpilot, knapp vor CR-Mann Frank Derbuyne und Gruppe N/CTC-Vertreter Rüdiger Zahn im Citroen AX GTi. Noch ist aber in beiden Ranglisten nichts entschieden und von einer Vorentscheidung kann man auch nicht sprechen, denn noch fünf Bergrennen stehen bis in den September auf dem Programm.

Die Tour der Deutschen Bergmeisterschaft durch die Heilbäder Thüringens wird bereits am kommenden Wochenende fortgesetzt. Der Tross der Bergspezialisten zieht in dieser Woche von Bad Liebenstein nach Heilbad Heiligenstadt zum ADAC Ibergrennen um. Im Fahrerlager mitten in der Innenstadt werden die Zelte wieder aufgebaut, bevor man sich im positiven Sinne auf dem Holzweg befindet, denn so heißt die Bergrennstrecke im Eichsfeld.