Fotos von Glasbachrennen

Starker Auftritt des CR-Racingteams in der Berg EM

Zwischen dem Wolsfelder Bergrennen am Pfingstmontag und der Fahrzeugabnahme am Freitagnachmittag beim Glasbachrennen lagen nur drei Tage, somit bedeutete dies eine “Englischen-Woche“ für viele Teilnehmer, Funktionäre und Pressevertreter der Deutschen Bergrenn-Szene. Auch CR-Racingteam-Pilot Frank Debruyne, der in dieser Saison wieder um die Deutsche Bergmeisterschaft und den DMSB Berg-Cup fährt, war gefordert sich und seinen AST-Dallara F303 Opel Formel 3 nach dem anstrengenden Pfingstwochenende, wieder top-fit beim einzigen Deutschen Lauf zur Berg-Europameisterschaft an den Start zu bringen. Insgesamt 131 Piloten aus 13 Nationen traten beim 22. Int. ADAC Glasbachrennen, von Bad Liebenstein hinauf auf den Rennsteig an, dass auf der mit 5,5 km längste Bergrennstrecke der Bundesrepublik.

Nach fast zwei Jahren entsandt das Pirmasenser CR-Formel 3-Team wieder zwei Piloten zu einem Bergrennen. Teamchef himself, Andreas Germann reiste via Spa-Francorchamps nach Thüringen, wo er am Donnerstag mit seinem Brawoliner Dallara F311 Volkswagen noch Testfahrten absolvierte. Somit war der 311er und sein Pilot gut vorbereit auf das Labyrinth der 35 Kurven. Am Trainingstag hieß es vor allem für Andreas Germann die sehr anspruchsvolle Bergstraße kennenzulernen und sich die Schlüsselstellen einzuprägen. Berg-Champion Frank Debruyne, dem die Strecke bereits aus den Vorjahren bestens vertraut war, konnte da seinem Freund und Teamkollegen wertvolle Tipps geben. Nach den drei Trainingsfahrten analysierte man gemeinsam die Telemetriedaten beider Autos, um für den Renntag mit ein paar Feinabstimmungen besser gerüstet zu sein. Der Schreckmoment, als im letzten Probelauf Frank Debruynes AST-Dallara plötzlich verstummte und ausrollte, war jedoch schnell vergessen. Frank betätigte unabsichtlich den „Ausschalter“ und erreichte erst nach über vier Minuten den Zielauslauf.

Am Renntag reckte Frank Debruyne bei der letzten Rückführung voller Freude die geballte Faust aus dem Cockpit des CR-Dallara F303, hatte der Badener doch die 2-Liter-Klasse der Formel-Rennwagen bei diesem EM-Lauf gegen den schnellen Tschechen Martin Vondrak im modernen Tatuus Master Honda gewonnen. Vondrak hatte nach dem ersten Rennlauf noch hauchdünn die Führung übernommen, konnte dann aber im Gegensatz zu Frank Debruyne nicht mehr zulegen. Die Vorentscheidung fiel bereits im zweiten Durchgang, als der CR-Pilot dem Tschechen fast 3 Sekunden aufbrummte und am Ende mit einem 5,1-Sekunden-Polster klar siegte. Andreas Germann fand sich mehr und mehr in den 35 Kurven zurecht und verbesserte seine Zeiten in großen Schritten und wurde bei den 2-Liter-Formelwagen im Dallara VW F311 Formel 3 trotz der Rundstrecken Abstimmung Vierter, eingerahmt von den Formel-Renault-Piloten Georg Lang und Andreas Voss.

(Presse CR RacingTeam)

Frank Debruyne erneut in Wolsfeld auf dem Siegerpodium

Das Wolsfelder ADAC Bergrennen, das traditionell am Pfingstwochenende über die Bühne geht, ist schon etwas Besonderes im Kalender der Deutschen Bergmeisterschaft. Die kurze, enge und mit vier Kehren gespickte Bergstraße in der Südeifel vor den Toren der Bier-Stadt Bitburg, stellt die Bergsportler mit ihrer unverwechselbaren Charakteristik auf die Probe. Frank Debruyne vom CR-Racingteam hatte im Vorjahr den Gesamtsieg im AST-Dallara Opel F303 nur knapp verpasst und zählte auch bei der 2017er Edition zum engen Favoritenkreis.

Gerade in Wolsfeld werden in den Trainingslaufen die Karten noch nicht aufgedeckt und auf der langen Zielgerade schon mal frühzeitig der Gasfuß gelupft. Einer der Sieganwärter, der Österreicher Christoph Lampert hatten Riesenpech, als sein Osella PA 2000 Honda im Ziel des ersten Probelaufs schlagartig Feuer fing, und er somit zur Aufgabe gezwungen war. Somit schrumpfte die Favoritenriege auf Frank Debruyne, Uwe Lang, Thomas Conard und Ralf Kroll zusammen. Wer aber von den Vieren geplöfft hatte, sollte sich erst am Renntag heraus stellen und einer mit dem kaum einer gerechnet hatte auf den Plan treten.

Zum Renntag am Pfingstmontag hielt Petrus beste Wetter- und Streckenbedingungen bereit. Mit 1:02,39 min setzte Uwe Lang im bewerten Osella PA 20 Evo mit 3-Liter BMW 6-Zylindermotor gleich die Bestzeit des ganzen Wochenendes und legte den Grundstein zu seinem dritten Wolsfeld-Gesamtsieg nach 2010 und 2011. Frank Debruyne im Dallara Formel 3, unter Bewerbung des pfälzischen CR Racingteams, musste im zweiten Durchgang schon einem Rückstand von mehr als einer Sekunde auf Lang Senior nachlaufen und konnte mit persönlicher Bestzeit den Abstand nahezu halten. Doch im letzten Lauf, wo Debruyne nach einem Ausrutscher des mittlerweile 79-jährigen Luxemburger Formel 3-Legende Leon Linden mit rot gestoppt wurde und eine Startwiederholung erhielt, zog Uwe Lang weiter davon und schnappte sich das goldene Bit-Fässchen für den Tagessieg mit 2,8 Sekunden Vorsprung auf Frank Debruyne. Die eigentliche Überraschung des Tages war den jungen Georg Lang, Sohn des Siegers. Lang Junior verblüffte seine Gegnerschaft am Montagmorgen mit einem Zeitensprung von weit über zwei Sekunden zu seinem letzten und besten Trainingslauf. Ralf Kroll im Silver Car S2G mit Suzuki-Motorradmotor hatte um unglaubliche 1/1000 Sekunde das Nachsehen. Die Beiden lieferten sich und den zahlreichen Fans an der nur 1,64 km langen Strecke einen packenden Zweikampf um Rang drei. Georg Lang, der zum Schluss ebenfalls ab gewunken wurde, behielt die Nerven und setzte sich in der Startwiederholung um ganze 11/100 Sekunden durch. Thomas Conrad im Eigenbau CRS-Sportwagen, war bei seinem ersten Start der Saison noch nicht ganz eingeschossen. Der Schwabe musste sich den schnellsten Tourenwagen-Piloten erwehren, was auf dieser engen und mit vier Kehren gespickten Strecke aber an der Tagesordnung ist. Björn Wiebe, der Conrads 2-Liter Renault-Triebwerk eigenhändig betreut und tunt, machte keine Kundengeschenke und verwies Conrad auf Gesamtrang sechs.

Frank Debruyne, kam dieses Jahr nicht ganz an seine besten Zeiten aus dem Vorjahr heran, aber auch mit der besseren Gesamtzeit aus 2016, hätte der Badener Uwe Lang nicht den Gesamtsieg streitig machen können. Aber die Wiederholung der zweiten Gesamtposition war aller Ehren wert, zumal logischerweise auch der Klassensieg bei den Formel-Rennwagen bis 2-Liter Hubraum verbucht wurde. In der Wertung der Deutschen Bergmeisterschaft rangiert der CR-Pilot aus Neuried aussichtsreich mit an der Spitze. Den DMSB Berg-Cup für Renn- und Sportwagen führt Deybrune nach zwei Veranstaltungen sogar an. Bereits am kommenden zweiten Juni-Wochenende geht es für das Pirmasenser CR-Racingteam in die nächste Runde. Beim ADAC Glasbachrennen bei Bad Liebenstein in Thüringen, das auch als Lauf zur Berg-Europameister gewertet wird, ist einen Top-Platzierung in der Tageswertung für Frank Debruyne ungleich schwieriger, treten hier doch die schnellsten Bergspezialisten Europas an. Hier gilt es sich auf die Deutsche Wertung und entsprechende Punkte in der nationalen Meisterschaft zu konzentrieren. Erstmals seit dem Homburger Bergrennen 2015 hat auch CR-Teameigner und Rundstreckenspezialist Andreas Germann mit seinem Brawoliner-Dallara F311 Volkswagen wieder für ein Bergrennen gemeldet. Mit der günstigen Wetterprognose im Rücken freuen wir uns auf ein tolles Rennwochenende am Rennsteig.

 

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